Und so fing es einmal an:

1982 erfolgte ein Besuch im Tierheim Lankwitz-Berlin. Dort befand sich ein "großes schwarzes Gerippe", der Greyhound "Atom of Felicity's Home". Er wurde unser erster Windhund.

Kurz darauf folgte der zweite, ein Geschenk von Peter Lee Burgon, der Greyhound "Kit's Hill".

Atom genannt Lümmi, war ein Sohn des berühmten "Hi Joe of Felicity's Home" gezüchtet von Herrn Sweelsen, NL. Er lief auf der Bahn leider nicht sauber, machte aber große Furore auf den damaligen Coursings unter anderem als einer der wenigen, zu der Zeit im Sandbruch in Volkmarsen laufenden Grey's.

Kit's Hill genannt Sunny, war ein Sohn des berühmten "Monalee Champion". Er lief auf der Bahn absolut sicher, war aber der ewige Zweite, er hatte wohl keine Traute vor dem Feld zu laufen. Aus diesem Grunde erreichte er auch niemals die A-Klasse, die es damals für Greyhounds noch gab.

Es folgte nach über zweijähriger Wartezeit dann der Greyhound Fidelio Jillaroos, Hannibal vom Venusberg x Shelbourne's Gold aus der Zucht von Uschi Arnold, Schweiz. Ein absoluter Steher, dem immer erst auf der Gegengeraden einfiel, dass er ein Rennen läuft, dann aber den Turbolader einschaltete und oft noch bis auf den vordersten Platz vorlaufen konnte. Sein härtester Gegner war I'm Lucky Lauda - ich weiß nicht, wie viele Rennen die beiden gegeneinander um den ersten Platz gelaufen sind, es waren etliche. Wer die beiden kannte weiß, dass da Pat und Patachon oder auch David und Goliath gegeneinander liefen - die Entscheidungen waren immer knapp und gingen mal so und mal so aus. Mogli - wie er genannt wurde, hatte die stattliche Größe von knapp 80 cm, sehr viele Greyhounds gibt es nicht, die so groß waren oder sind und trotzdem erfolgreich rennen können. Er hat sich in seiner gesamten Rennlaufbahn nie eine schwerwiegende Verletzung zugezogen, wenn man von einer aufgerissenen Schwimmhaut und ein paar Hautabschürfungen mal absieht.

nach der Trennung von meinem Ex-Mann verbleiben die Greyhounds bei ihm, nur der gleichaltrige Whippet blieb bis zu seinem Tod bei mir.

Gleichzeitig begann die Ära der Whippets:

Der erste war "Superfly's Bossa Nova" gezüchtet von Marianne Kiack.Knöfel, ein Sohn von Dondelayo Paint Tin x Seven Year Itch du Sac à Malices.

Bossl, oder wie er später genannt wurde, der OPA, wurde stolze 14 Jahre 7 Monate und 16 Tage alt. Er war ein unsicherer Kandidat auf der Rennbahn, weshalb er auch sehr schnell seine Rennlizenz wieder abgab, war aber ein absolut zuverlässiger und auch erfolgreicher Coursingläufer - unter anderem wurde er "Jagd-Coursing-Cup-Sieger 1990".

OPA war wohl der unkomplizierteste und anpassungsfähigste aller meiner Hunde. Er war immer dabei, er kannte keine Leine (außer auf dem Rennplatz beim Renngeschehen), er lief im dicksten Großstadtgetümmel immer mit einem Blick zu mir, damit ich ihm auch ja nicht abhanden komme, er lag auf dem Rennplatz außerhalb des Renngeschehens irgendwo mitten im Zentrum in seinem Korb und ließ sich durch nichts und niemanden beeindrucken. Er war das, was man den "Traumhund des Lebens" nennt. Man hat so etwas wohl nur einmal - auch wenn jeder Hund sein individuelles Wesen hat und seine individuellen liebenswerten Eigenschaften, so hat man doch einmal im Leben einen, der etwas ganz besonderes ist - er war so einer.

Als der OPA beim Derby 1999 nach kurzer schwerer Krankheit eingeschläfert werden musste, folgte eine kleine Whippetdame.

"Gillian vom Kleinen Berg" gezüchtet von Doris Kleineberg und Bärbel Rottmann, eine Tochter von Samoem's Sergeant Jay x O'Hara vom Kleinen Berg, sie wurde Verbandsjugendsiegerin 1999 und kam im Alter von 18 Monaten zu mir.

Gilly ist eine gute Coursingläuferin und besitzt ebenso die Rennlizenz, aber da sie nicht zu den schnellen Läufern gehört, wird sie wohl mehr zum Coursing, als zum Rennen gehen.

Nachdem Gilly nicht gern allein bleiben mochte, bekamen wir Zuwachs in Form einer älteren Dame, die nach dem plötzlichen Tod ihres Besitzers zurück in den heimatlichen Zwinger der Familie Dygas gekommen war, sich dort aber nicht so ganz richtig wohlfühlte und so bei uns landete - für uns alle drei wohl eine superglückliche Lösung.

"Juanita vom rauhen Meer" gezüchtet von Karin und Volker Dygas, eine Tochter von Mats el Kahal x Ivanjica vom rauhen Meer, eine sehr schnelle Rennerin, die sogar am Europarennen 1996 in Selestat teilnehmen durfte. Sie ist der erste mir ganz allein gehörende Hund, der auf dem ersten Platz bei einem Bahnrennen auf dem Siegertreppchen gestanden hat, beim Rennen in Münster in der Seniorenklasse, kurz bevor sie ihr Renndasein an den Nagel hängen musste (aus Altersgründen). Glaubt mir, es war ein großartiges Gefühl, nach 18 Jahren Windhundbesitz das erste mal den eigenen Hund auf das Treppchen zu heben. Sie ist die beste Freundin, die Gilly finden konnte - ein bisschen "dumm", dafür um so lieber. Wir haben sie beide ganz fest in unser Herz geschlossen und hoffen, dass sie noch viele Jahre bei uns verbringen kann. Sie hat zwei Würfe im Zwinger "vom rauhen Meer" gehabt, den N und den Y - Wurf, inzwischen ist sie über ihre Enkelin "Trollhetta vom rauhen Meer" bereits Urgroßmutter und ihr Nachwuchs ist durch die Bank gut gelungen und erfolgreich auf der Rennbahn. Lucy verstarb am 14.8.2006.

Und nun ist eine weitere Ära angebrochen - Nachwuchs ist eingezogen. Eine kleine Podenga Português medio Kurzhaar kam kurz vor Ostern aus Portugal über Málaga zu uns. Die ersten beiden Tage war Gilly gar nicht so begeistert von dem Neuzugang, aber dann "platzte der Knoten" und sie liebt sie heute wie Lucy und alle drei sind ein Herz und eine Seele. Nach fast 20 Jahren das erste mal wieder ein Welpe in unserem Haus - etwas gewöhnungsbedürftig, aber einfach nur zum Knuddeln niedlich. Die kleinen "innenarchitektonischen" Umbauarbeiten nehmen wir gerne in Kauf und der Garten wird eine Nummer höher eingezäunt....

Inzwischen ist Lieschen Müller, wie Màlagenalisa normalerweise genannt wird, Deutscher Champion VDH, Deutscher Champion DWZRV, Europasieger 2005, Landessieger Weser-Ems und Niedersachsen 2005 und hat damit ihre Ausstellungskarriere erfolgreich beendet.

Im August 2005 zog dann ein weiterer Welpe bei uns ein - Lena - gezogen von Armindo Germano in Portugal, kam mit ihrem Bruder Ligeiro per Flugzeug nach Frankfurt/M und Elke Sandes-Saathoff und ich holten die beiden gerade 10 Wochen alten Welpen dort ab. Lisa und Lena toben jeden Tag mehrere Stunden im Garten und üben sich auch fleißig in gartenarchitektonischen Dingen - sprich umgraben des Rasens und ähnliches...

Lena wurde in der Jugendklasse bereits dreimal erfolgreich ausgestellt - einmal unter Frau Peschges SG1, einmal unter Herrn Schicker V1 und einmal unter Frau Gielisse (NL) ebenfalls V1, in dieser Ausstellung erreichte sie bei großer Konkurrenz sogar die Auswahl der letzten vier Hunde im Jugend-BIS-Ring.

Ab Mitte August wird sie dann in der Zwischenklasse versuchen ihrer großen Schwester Lisa nachzueifern und das deutsche Championat zu erreichen.

Beide laufen inzwischen auch gut auf der Rennbahn und wir werden es bald in Angriff nehmen die Rennlizenz zu erwerben, so dass erstmalig in Deutschland 3 Podengo Portugues Medio Kurzhaar an Rennen teilnehmen können - der dritte wird Brüderchen Ligeiro sein.

Inzwischen sind Lena und Lisa 5 und 6 Jahre alt und Lena konnte auch beide Championate des DWZRV und des VDH vollenden, weiterhin wurde Sie Bundessieger 2007, Jahrhundertsieger, Europasieger 2008, gewann mehrere Landes- und Jahressieger-Titel und erlangte auf der Monografica 2007 in der offenen Klasse das ResCACQ.

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